SV 1931 Steinfeld e.V.
SV 1931 Steinfeld e.V.

Chronik

Im Jahr nach dem Ende des ersten Weltkrieges am 24. September 1919 trafen sich im Gasthaus „Zum Roß“ 40 junge Männer und gründeten, nachdem ihnen Zweck und Ziel des Sports bekannt gegeben wurde, den Sportclub Steinfeld. Zum ersten Vorstand wurde Josef Scheiner („Becke-Seppl“) und zu seinem Stellvertreter Otto Greßer gewählt.

Die Beitrittsgebühren wurden auf 2,- DM, die Monatsbeiträge auf 50 Pf. festgesetzt. Vereinslokal war die Gastwirtschaft „Zum Roß“. Gründungsmitglied Felix Schuhmann nennt ein Beispiel für die strengen Satzungen und Bestimmungen: „Allwöchentlich, später monatlich wurde eine Mitgliederversammlung abgehalten. Wer dazu unentschuldigt fehlte, musste 1,- DM, bei 15-minütiger Verspätung zusätzlich 50 Pf. Strafe zahlen“. Sechs Wochen Später zählte der Verein bereits 86 Mitglieder.

Die Spiele wurden auf dem Sportplatz am Eckersberg ausgetragen. Da dieser weit abgelegen war, plante man bereits im Januar 1920 einen Sportplatzneubau auf dem Laudenbacher Berg. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch am Widerstand der Grundstücksbesitzer.

Zweimal wöchentlich wurden Turnstunden abgehalten. Wiederholt führte man für die Öffentlichkeit Theaterstücke auf, nachdem der Verein für 950,- Mark eine Theaterbühne gekauft hatte. Doch so schnell dieser junge Verein aufstrebte, so rasch ging es mit ihm auch wieder abwärts. Im März 1921 sind nur noch 61 Mitglieder registriert und unter dem Datum vom 16. Juli 1921 befindet sich schließlich die letzte unbedeutende Eintragung in das Protokollbuch.

Warum sich der „Sportclub“ nach nur zwei Jahren wieder auflöste, kann man heute nicht mehr mit Bestimmtheit sagen. Mögliche Gründe waren wohl die beginnende Inflation, die hohen Vereinsausgaben für Turngeräte und Theaterbühne, die überharten Satzungen und ein Vorstandswechsel.

Doch das Fußballspielen war damit nicht gestorben. Auch in der vereinslosen Zeit kamen Jugendliche zusammen, um im  Herrengarten (vor der alten Volksschule) und am Hühnerberg zu kicken. Um mit diesem „Kicken und Bolzen“ blieb die Freude am Spiel erhalten.

 

Gründung des SV 1931 Steinfeld e.V.

10 Jahre lang blieb Steinfeld ohne Sportverein. Im März 1931 aber griffen fußballbegeisterte Männer den Gedanken auf, wieder einen Sportverein zu gründen. Folgende 17 Personen hoben am  22. März 1931 den Sportverein 1931 Steinfeld aus der Taufe:

Emil Dorsch, Albert Eck, Otto Greßer, Karl Herrmann, Wilhelm Kunkel, Bernhard Nürnberger, Edmund Scheiner, Robert Scheiner, Viktor Scheiner, Wilhelm Scheiner, Oskar Scherg, Felix Schuhmann, Michael Schuhmann, Franz Seufert, Josef Seufert, Edmund Väth, Erwin Weidner

Bernhard Nürnberger wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als Kassier fungierte Josef Seubert, als Schriftführer Felix Schuhmann. Vereinslokal war das Gasthaus „Zum Roß“. Die Monatsbeiträge auf den auf 20 Pf. festgesetzt.

In den ersten Jahren fanden die Spiele noch auf dem Sportplatz am ortsfernen Eckersberg statt. Dies wirkte sich jedoch nachteilig auf die Zuschauerzahlen und damit auf die Spieleinnahmen aus. So betrugen die Einnahmen von 11 Spielen im Jahre 1932 (u.a. gegen Rieneck, Karlstadt, Waldzell, Urspringen) ganze 37,17 Mark.

Aber die Mitglieder des neugegründeten Vereins (im Juni 1931 waren es bereits 42) ließen sich dadurch nicht entmutigen. Felix Schuhmann erinnert an die schwierigen Gründungsjahre. „Die Mitglieder standen zusammen wie echte Freunde, wie Pech und Schwefel. Das war auch notwendig, denn es war eine schwere Zeit. 7 Mio. Arbeitslose in Deutschland, das Geld war äußerst knapp, manche hatten überhaupt keines. Wo immer es möglich war, wurde mit dem Fahrrad zu den Spielorten gefahren und wenn mit dem LKW gefahren werden musste, zeigte sich die echte Kameradschaft. für die Fahrt  und für ein Glas Bier wurde zusammengelegt, damit auch die völlig Mittellosen dabei sein und sich freuen konnten“.

1933 erfüllte die Gemeinde einen lang ersehnten Wunsch des Vereins. Am Laudenbacher Berg stellte sie einen Sportplatz zur Verfügung. Daneben errichteten die Mitglieder eine überdachte Halle, wofür die Gemeinde das Holz kostenlos lieferte. Im selben Jahr wurde Felix Schuhmann als 1. Vorsitzender Nachfolger von Bernhard Nürnberger.

Erster sportlicher Höhepunkt war das Spieljahr 1934/1935, als der SVS hinter Rothenfels Vizemeister wurde.

1935 scheiterte das Vorhaben des Vereins, am Sportplatz eine Aschenbahn anzulegen, um ein besseres Lauftraining zu ermöglichen. Im gleichen Jahr war das Scheitern eines weiteren Projekts aufgrund der politischen Machtverhältnisse Anlass zur Auflösung des Sportvereins.

Felix Schuhmann erinnert sich:

„Im Winter 35/36 reifte ein weiterer Plan. Der Verein nahm sich vor, ein Schwimmbad zu bauen, welches allen Bürgern zugänglich sein sollte. Dieses Vorhaben fand seinerseits überall helle Begeisterung. Geplant war, den Aushub und Aufbau in Eigenregie durchzuführen, wenn die Gemeinde Grund und Boden sowie das nötige Holz und Wasser zur Verfügung stellt. Nach Rücksprache mit dem amtierenden, sportbegeisterten Bürgermeister Thomas Scheiner wurde den Wünschen des Vereins voll entsprochen und ein Grundstück am Weißbildberg, direkt unterhalb des Wasserhochbehälters zugesagt und bereitgestellt..

Als auf Antrag des Vorstandes auch der damalige „Bayerische Sportbund für Leibesübungen“ noch einen größeren Zuschussbetrag zusicherte, schien dem Schwimmbadbau nichts mehr im Wege zu stehen. Der Verein hatte zudem noch etwas auf der hohen Kante und einige hundert Mark sollten im Winter 36/37 mit mehreren Theater-aufführungen dazukommen. Aber dieser Vorfreude folgte schon nach wenigen Monaten die Ernüchterung, und zwar aus rein politischen Motiven.

Auch im Jahre 1936 mussten beabsichtigte Theateraufführungen angemeldet und vorher von der politischen Führung überprüft und genehmigt werden. Die Aufführung der geplanten Stücke wurde auch genehmigt jedoch mit der Auflage, dass der Erlös aus diesen Aufführungen restlos an die Parteiorganisation NSV abgeführt werden müsse. Alle Einwände, insbesondere der Hinweis, dass mit diesen Einnahmen doch eine für alle Bürger wichtige öffentliche Einrichtung vollendet werde, wurde nicht zur Kenntnis genommen oder gewürdigt. Die Lage war nun plötzlich recht kritisch geworden, weshalb der Vorstand die Mitglieder unverzüglich informierte. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde nach langer Aussprache diese politische Erpressung missbilligt und die sofortige Einstellung der Vereinstätigkeit gefordert. Mit der Begründung, dass Vereins- und Bürgerinteressen vor politischen Fanatismus zu stellen sei, wurde die Auflösung des Vereins einstimmig befürwortet und angenommen“.


Wiederbeginn 1946
Nach der Auflösung des Sportvereins im Jahre 1936 herrschte in Steinfeld in sportlicher und kultureller Hinsicht eine trostlose Zeit. Lediglich die Jugendmannschaft trug noch einige Fußballspiele aus. Als dann der Großteil der Spieler zum Wehrdienst einberufen wurde, kam der Spielbetrieb vollends zum Erliegen.

Doch auch durch den Krieg wurde die Freude am Fußballspiel in Steinfeld nicht getrübt. Schon im Sommer 1946 bemühten sich Otte Greßer und Kurt Riedmann mit Erfolg bei der amerikanischen Militärregierung um die Genehmigung zur Fortführung des vor Kriegsbeginn aufgelösten Vereins. Damit wurde die Wiedergründung des Vereins erwirkt. Der SV Steinfeld war in unserer Umgebung der erste Verein, der nach dem Kriege wieder aktiv wurde.

Zum ersten Vorsitzenden wurde Otto Greßer, zum Stellvertreter Felix Amend gewählt. Der Vorstandschaft gehörten außerdem Kurt Riedmann als Schriftführer und Leo Hermann als Kassier an. Vereinslokal blieb das Gasthaus „Zum Roß“.

Sportlich gesehen war dem SV Steinfeld in jener Zeit wechselnder Erfolg beschieden. Zwischen 1946 und 1952 konnte der SV Steinfeld von der C-Klasse bis zur A-Klasse aufsteigen, musste aber dann nach zweimaligem Abstieg wieder in der untersten Klasse spielen.
 

1956 nahm zum ersten Mal eine Jugendmannschaft an einer Verbandsrunde teil und erzielte in den folgenden Jahren recht gute Platzierungen.


Der Weg in die A-Klasse (1961 – 1972)

Nach einer längeren Durststrecke hatte der Verein im Jahre 1961 wieder Grund zum Feiern. Mit dem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren errang die 1. Mannschaft mit 33:7 Punkten die C-Klassenmeisterschaft und damit den Aufstieg in die B-Klasse. Oskar Herrmann erzielte als Mittelstürmer mit 45 Toren mehr als die Hälfte der 84 Tore.

Nur zwei Jahre später kam Steinfeld wieder zu Meisterehren. Fast mit dem gleichen Spielerstamm stieg der SVS in die A-Klasse auf, wo man sich 2 Jahre behaupten konnte. Auch diesmal trug Oskar Herrmann mit seinen 42 Treffern wesentlich zum Erringen des Meistertitels bei.
 

Im Jahr 1965 legte Franz Stamm nach über 10-jähriger Vereinsführung sein Amt nieder. Seine verdienstvolle Arbeit für den Verein würdigte der SV Steinfeld mit der Ernennung zum Ehrenvorstand. 1. Vorstand wurde nun Edgar Koser, sein Stellvertreter Richard Seubert.

1968 schaffte der SV erneut den Aufstieg in die A-Klasse. Das Punkteverhältnis von 39:1 drückt aus, wie souverän die B-Klassenmeisterschaft errungen wurde. Mit Hans Ulbricht hatte der Verein zum ersten Mal einen Trainer unter Vertrag genommen.

Weitere sportliche Höhepunkte waren die Freundschaftsspiele gegen die Profimannschaften Kickers  Offenbach im Jahre 1968 (Ergebnis 0:2) und Eintracht Frankfurt im Jahre 1969 (Ergebnis 2:10), die in Lohr bzw. Gemünden vor stattlicher Zuschauerkulisse ausgetragen wurden.

Weitere gesellige Höhepunkte aus dieser Zeit waren die in Steinfeld stattgefundenen Feste. Hier seien nur einige Namen wie Deutschlands Spitzenband „The Lords“, die mit Les Humphries auftretenden „Rattles“, die „Original Egerländer Musikanten“ mit Ernst Mosch oder Deutschlands Jodlerkönig „Franzl Lang“ genannt. Durch diese Veranstaltungen wurde Steinfeld über weite Grenzen hinaus bekannt.

Sportlicher Höhepunkte des Vereins:


Die Bezirksligajahre (1973 – 1976)

Mit der Verpflichtung des neuen Trainers Manfred Grümpel aus Rottenbauer bei Würzburg stellte sich auch bald der sportliche Erfolg ein. In der Saison 1972/1973 erreichte der SVS nach einem spannenden Dreikampf mit Birkenfeld und Holzkirchen das große Ziel, die

A-Klassenmeisterschaft. Der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksliga West bildete den bisherigen Höhepunkt in Vereinsgeschichte.

Nicht nur in sportlicher Hinsicht konnte der Verein in dieser Zeit Erfolge aufweisen. So wurde 1972 am Sportplatz eine Flutlichtanlage errichtet, um bessere Trainingsbedingungen zu schaffen.

1973 begann man unter der Leitung von Oswald Hillebrandt mit dem Bau des Sportheims, der im Spätsommer 1974 abgeschlossen und am 22. September 1974 eingeweiht wurde. 7.000 freiwillige Arbeitsstunden von 53 Vereinsmitgliedern trugen wesentlich zum Gelingen dieses Projektes bei. Eine Bezuschussung erfolgte wegen der damals herrschenden Antragssperre seitens des Bayer. Landessportverbandes nicht.

Mit dem neuen Sportheim war ein langjähriges Problem des Vereins beseitigt: Sport- und Trainingsplatz, Umkleide- und Duschräume sowie die Vereinsgaststätte waren nun nicht mehr voneinander getrennt, sondern befinden sich auf dem selben Gelände.

Schließlich wurde der SV Steinfeld am 14. Mai 1974 gerichtlich gemeldet und somit ein eingetragener Verein, dessen Bezeichnung nun offiziell lautet:

SPORTVEREIN 1931 STEINFELD e.V.

Die 1. Mannschaft des SVS konnte sich 3 Jahre lang in der Bezirksliga West, der höchsten Unterfrankenliga, behaupten. Unvergessen bleiben die Lokalderbys gegen Lohr, Karlstadt, Karlburg, Rieneck und Birkenfeld. Die sonntäglichen Fahrten, die meistens mit einem Bus durchgeführt wurden, gingen vom Würzburger Raum (Güntersleben, Eibelstadt u.a.) bis in die Aschaffenburger Gegend (Großwallstadt, Stockstadt, Mainaschaff u.a.). Groß war der Zuschaueranspruch in diesen Jahren. So zählte man bei den Derbys bis zu 800 Zuschauer in Steinfeld. Aus den umliegenden Gemeinden kamen Freunde und Bekannte nach Steinfeld, um den Heimspielen des SVS beizuwohnen, der wegen seiner jahrelangen Heimstärke beim Gegner gefürchtet war.

In der Saison 1975/1976 musste man nach 3 Jahren Bezirksliga zusammen mit dem TSV Lohr und der SG Burgsinn in die A-Klasse absteigen. Ein erfolgreiches Kapitel in der Vereinsgeschichte ging zu Ende.
 

Die Jahre 1977 – 1990

Im Dezember 1976 trat Oskar Herrmann als erster Vorsitzender die Nachfolge von Alfred Loschert an. Dieses Amt hatte er zwei Jahre inne, ehe er am 4. Februar 1979 von Matthias Loschert abgelöst wurde.

Sportlich gesehen ging es mit dem SV Steinfeld bergab. Nachdem routinierte Spieler ihren Rücktritt aus der ersten Mannschaft erklärt hatten, war die junge, unerfahrene Truppe in der A-Klasse überfordert. Spieler, die ein oder zwei Jahre zuvor noch in der Jugendmannschaft standen, konnten nun nicht verhindern, dass nach 3 Jahren 1980 der Sturz in die B-Klasse erfolgte. Auch hier konnte man sich nicht halten und rutschte 1981 bis in die C-Klasse ab. Mit einem Punktestand von 17:35 und 32:48 Toren wurde der SVS Vorletzter. In der Saison 1981/1982 war der SVS also wieder in der C-Klasse Marktheidenfeld vertreten.

Nach diesem sportlichen Niedergang sollte es mit dem SV Steinfeld aber schon bald nicht nur sportlich wieder aufwärts gehen, sondern für den gesamten Verein änderte sich vieles grundlegend. Hatte man auf dem alten Hartplatz am Weißbildberg schöne Zeiten und große Erfolge erlebt, so war diese Art von Spielfeld für die Gesundheit der Spieler nicht mehr länger tragbar. Aus dieser Situation heraus resultierte dann auch zwangsläufig der Wunsch nach einem Rasenplatz.
 

Seinen Anfang nahm alles Ende der 70er Jahre. In einem Gemeinde-ratsbeschluss vom 18.10.1979 wurde dem Antrag des SVS auf Zuweisung eines Sportgeländes in den Krautgärten stattgegeben. Am 1.3.1980 wurde beim BLSV die Bezuschussung beantragt. 2 Jahre später, im Mai 1982, führte eine amerikanische Pioniereinheit mit schwerem Gerät die nötigen Erdbewegungen durch. Insgesamt wurden bei diesen arbeiten 20.000 Kubikmeter Erdreich bewegt. In der Folge Zeit kam man von er Ursprungsplanung eines Rasenplatzes mit 400 m Laufbahnen ab, da sich das vorhandene Gelände für zwei Plätze eignete, wenn man auf eine Laufbahn verzichten würde. Aufgrund dieser Tatsache musste die Bewilligung beim  BLV geändert werden. Da man sich auch dazu entschlossen hatte, in Eigenleistung zu bauen, kamen die Arbeiten am Gelände erst Mitte 1985 wieder richtig in Gang. Im Jahr 1986 wurde dann die Drainage eingebaut und die Rasen-Tragschicht aufgebracht. Am 11.8.1987 wurde schließlich der Rasen eingesät und bereits am 11.9.1987 wurde der erste Rastenschnitt durchgeführt. Die Außenanlagen wurden 1988 fertig gestellt. Es gab für die Verantwortlichen jedoch keine Zeit um Luft zu holen. Das alte Sportheim am Weißbildberg war viel zu weit vom neuen Sportgelände entfernt und so hatte man sich über die letzten Jahre stets bemüht einen Käufer zu finden. Im Jahr 1988 ging alles sehr schnell. Es fand sich überraschend in Käufer und so musste im Frühjahr 1988 das Sportheim geräumt werden. Mit der Faschingsveranstaltung 1988 ging für den SVS eine weitere Ära zu Ende. Das „alte“ Sportgelände gehörte der Vergangenheit an.

Sportplatz und Sportheim wurden unmittelbar nach Fasching geräumt und der SVS trug seine Spiele in der Rückrunde auf dem Gelände des SV Hausen/Rohrbach aus. Sofort danach wurde mit der Planung eines neuen Sportheimes am neuen Sportgelände begonnen. So gelang es der Vorstandschaft um Matthias Loschert im Eilverfahren alle Zu-schussanträge beim BLSV durchzubekommen und man erhielt bereits am 16.2.1989 die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn. Sofort wurde begonnen und mit Unterstützung der örtlichen Firmen wurde der Rohbau in Rekordzeit erstellt. Es gelang tatsächlich bis zum Einweihungstermin die Duschgelegenheiten im neuen Sportheim fertig zu stellen. So stand dem Gelingen eines 10-tägigen Einweihungsfestes nichts mehr im Wege. Vom 30.6. bis 9.7.1989 feierte der SVS seine Sportplatzeinweihung. Als Höhepunkt des Festes trug man vor knapp 3.000 Zuschauern ein Freundschaftsspiel gegen die Bundesliga-mannschaft des 1. FC Nürnberg mit Größen wie Nationaltorwart Andreas Köpke aus. Die Mannschaft des SV Steinfeld schlug sich beachtlich und verlor mit 1:7 Toren. Es sollte danach noch 2 Jahre dauern, bis 1991 das Sportheim endgültig fertig gestellt war und anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubiläums eingeweiht wurde. Hier sei besonderes die Initiative der bekannten „Rentnerband“ mit ihrem „Kappo“ Helmut Schuhmann erwähnt.

Es ging beim SV Steinfeld in diesen Jahren nicht nur im Vereinsleben aufwärts, sondern auch sportlich schaffte man die Wende. Nachdem man 1981 in die damalige C-Klasse abgestiegen war, schaffte man sofort wieder den Aufstieg in die B-Klasse. Dazu waren allerdings 2 Entscheidungsspiele notwendig. Als Tabellenzweiter besiegte man zunächst den SV Hausen/Rohrbach mit 2:0 Toren. Im entscheidenden Spiel gegen Üttingen gelang Jürgen Gehrling per Elfmeter das ent-scheidende Tor zum 1:0 Sieg, was den Aufstieg bedeutete. Nachdem Aufstieg 1982 ließ der SVS nicht locker und bereits 1983 wurde die Meisterschaft in der B-Klasse gefeiert und damit war man wieder in der A-Klasse angelangt. In der Folgezeit sollte sich der SV Steinfeld zum „Dinosaurier“ in der A-Klasse entwickeln. Denn die Mannschaft spielte insgesamt 20 Jahre in der Kreisliga Main-Spessart. Dies zwar mit wechselndem Erfolg, aber am Ende hatte es der SVS immer wieder geschafft, auch wenn so manches Entscheidungsspiel möglich war, sich so lange in der A-Klasse zu halten.
 

Die Jahre 1991 – 2002

Nachdem Matthias Loschert 1991 nach 12 Jahren Amtszeit seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender erklärte, wurde erst im 3. Anlauf ein neuer Vorstand gefunden. Herbert Geier aus Karlstadt erklärte sich bereit, den Verein weiterzuführen. Ihm zur Seite standen als 2. Vors. Jürgen Gehrling, als Kassier Matthias Scheiner und als Schriftführer Willi Scheiner.

Unter Spielertrainer Walter Kirsch aus Frammersbach wurde in der Saison 91/92 ein hervorragender 3. Platz in der A-Klasse MSP erreicht.

In der  Saison 92/93 war es dann Spielertrainer Bernhardt Kübert aus Karlburg, mit dem man einen 4. Platz erreichte.
 

Im Frühjahr 1993 erfolgte auch die endgültige Fertigstellung des neuen Sportgeländes mit der Anbringung des Außenputzes am Sportheim. 30 Helfer mit insgesamt 650 Std. haben in Eigenleistung dies ermöglicht.
 

Im Oktober 1994 wurde dann das 25. Jubiläum der Turnabteilung gefeiert. 9 Gründungsmitglieder wurden geehrt, die unter der Leitung von Irene Urlaub immer noch aktiv mitturnten. Die Fußballer machten es in dieser Runde 94/95 besonders spannend. Nach der Vorrunde noch auf einem Abstiegsplatz, konnte man nach einer guten Rückrunde und einem Sieg am letzten Spieltag gegen Bischbrunn die A-Klasse sichern.

Mit der Saison 95/96 kam mit Gerd Matuschka nicht nur ein neuer Spielertrainer, sondern auch der Erfolg zu SV Steinfeld zurück. In der zurückgelegten Runde belegte man aufgrund der neuen 3-Punkte-regelung einen hervorragenden 2. Platz zusammen mit der Spvgg. Stetten. Nach der alten Punkteregelung wäre der SV Steinfeld sogar

mit einem Punkt Vorsprung Meister geworden. Das fällige Ent-scheidungsspiel um die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga wurde dann mit 5:2 gegen Stetten verloren. Trotzdem war dies der größte sportliche Erfolg seit der A-Klassenmeisterschaft 1972/73.

Nach langer Abstinenz konnte im Jahr 1996 durch Martin Loschert wieder eine Altherrenmannschaft ins Leben gerufen werden, da man hier genug Potenzial von ehemaligen A-Klassenkickern der 80er und 90er Jahre zur Verfügung hatte.

Ein Jahr später in der Saison 96/97 zeigte sich dann, wie nahe Erfolg

und Niederlage beieinander liegen. Just gegen den gleichen Gegner

kam es zum Entscheidungsspiel in Retzbach um den Abstieg aus der A-Klasse MSP. Mit 2:0 gewann man schließlich gegen die Spvgg. Stetten und hatte sich das Relegationsspiel gegen die eine Klasse tiefer spielende Mannschaft aus Greußenheim gesichert. Mit einem knappen, aber verdienten 1:0 Sieg in Karbach hatte sich der Dino wieder mal den Klassenerhalt gesichert.
 

1996 war auch das 65. Jubiläumsjahr des SV Steinfeld. Mit dem Kommersabend am 12.Oktober  und zahlreichen Ehrungen wurden die Festlichkeiten eingeleitet. Matthias Loschert wurde dabei vom 1. Vors. Herbert Geier zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Vom 30. Mai bis 2. Juni 1997 wurde dann mit einem 4-tägigen Festakt nochmals richtig gefeiert. Vom Beatabend mit „Justice“, dem großen Stimmungsabend mit der Showband „Jukebox“, übertraf dieser Fest-verlauf alle Erwartungen und zeigte, dass die Steinfelder Bevölkerung nicht nur anpacken sondern auch feiern kann.

Mit dem gemeinsamen Projekt Turnhallenbau und Außensportanlagen zwischen dem SV Steinfeld und der Gemeinde Steinfeld wurde ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte geschrieben. In einer außer-ordentlichen Mitgliederversammlung am 25.7.1998 hatten 1. Vors. Herbert Geier und der 1. Bgm. Matthias Loschert die gemeinsame Finanzierung dargestellt.
 

Mit der Beteiligung am Bau zum einen in Form von Eigenleistungen und zum anderen aus Mitteln des BLSV erfolgte die Zustimmung der Mitglieder. Nach dem offiziellen Spatenstich am 18.3.1999 war es am 14. Juli 2000 soweit, und ein viel gehegter Wunsch der Steinfelder ging in Erfüllung. Matthias Loschert als Vertreter der Gemeinde, Herbert Geier als 1. Vors. des SV Steinfeld und Gerhard Heller als Schulleiter wurde bei der Einweihung der Einfachturnhalle mit Außensportanlage symbolisch der Schlüssel von Architekt Alfred Wiener übergeben. 5133 freiwillige Arbeitsstd. von 83 Helfern seitens des SV Steinfeld, davon allein die Rentnerbänd mit 3595 Std. unter der Anleitung ihres unermüdlichen Capo´s Helmut Schuhmann hatten dies erst ermöglicht. Aber auch die zahlreichen örtlichen Unternehmer und Landwirte hatten durch Bereitstellung von Geräten und Materialien großen Anteil bei der Durchführung der Baumaßnahmen.

Neben Fußball bestehen nun in Steinfeld auch die Möglichkeiten für neue Freizeitaktivitäten. Ob Volleyball, Tennis, Tischtennis, Turnen oder Aerobic, die starke Nachfrage und rege Beteilung gaben dem Projekt recht.

Sportlich gesehen hatte man in der Runde 97/98 unter Spielertrainer Gerd Matuschka einen Mittelplatz in der A-Klasse MSP belegt. In der Runde 98/99 musste der SV Steinfeld wieder einmal in einem Rele-gationsspiel seine Zugehörigkeit sichern. Gegen den SV Obersfeld gelang es erst in der Nachspielzeit durch Michael Nürnbergers 1:1 eine Verlängerung zu erzwingen und nach Elfmeterschießen schließlich der  den Klassenerhalt sichern.
 

Vom 25.Mai bis 28. Mai 2001 war wieder Jubiläum beim SV Steinfeld angesagt. 70 Jahre Vereinsgeschichte mit all seinen Höhen und Tiefen galt es zu feiern. Bei herrlichem Wetter während des gesamten Festverlaufes gab es nur zufriedene Gesichter und die Steinfelder wussten wieder mal zu feiern.

Zuvor machten es die Fußballer wieder einmal spannend. Im letzten Spiel gegen den FC Windheim musste unbedingt ein Sieg her, um den Festverlauf nicht zu trügen und den endgültigen Abstieg zu verhindern. Nach dem 2:1 in der 90. Spielminute hatte es der Dino doch wieder mal geschafft und auch im 19. Jahr als dienstältester Verein in der A-Klasse MSP seine Ausnahmeposition unter Beweis gestellt.

Die Jahre 2002 – 2005
 

Im Jahr 2002 stellte Herbert Geier nach 10jähriger Amtsperiode seine Funktion als 1.Vorsitzender beim SVS zur Verfügung.  Zu seinem Nachfolger wurde der ebenfalls seit 10 Jahren fungierende 2.Vor-sitzender Jürgen Gehrling gewählt. Weiterhin neu im Vorstand des damals mit 600 Mitgliedern zählenden Vereins wurde Willi Scheiner zum 2. Vorsitzenden gewählt. Die neue Vorstandschaft übernahm den Sportverein der finanziell auf „Gesunden Füßen“ stand. Im Mai 2002 musste man leider nach 19jähriger A-Klassenzugehörigkeit (jetzt Kreisliga) sich von der Liga verabschieden und in die Kreisklasse ab-steigen. Die Enttäuschung war anfangs riesengroß, da man insgeheim dachte der SVS wäre unabsteigbar. Da sich die 1. Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von ca. 20 Jahren jedoch in einem Umbruch befand, indem viele neue Jugendspieler eingebaut wurden, war das vielleicht gar nicht so verkehrt in einer niedrigen Klasse wieder Fuß zufassen. Und so konnte man in den folgenden beiden Jahren 2003 / 2004 jeweils einen guten 3. Platz belegen. Im Jugendbereich konnte man zu dieser Zeit getrost in die Zukunft blicken, da hier in den letzten Jahren ein enormer Zuwachs zu verzeichnen war. Man bildete Spielge-meinschaften mit Hausen, Waldzell und Wiesenfeld, um in allen Bereichen der einzelnen Juniorenklassen von A – F Mannschaften melden zu können.
 

In der Mitgliederversammlung am 28.3.2003 wurde die von 1974 stammende Vereinssatzung nach einer Mustersatzung des BLSV neu überarbeitet und nach kurzer Diskussion in der Versammlung einstimmig angenommen.

Im Jahr 2004 konnte man durch die neue Trendsportart Nordic-Walking eine weitere Sportart neben Fußball, Turnen, Aerobic und Tischtennis anbieten. Dadurch konnte man natürlich zusätzlich neue Mitglieder werben und bis zum Jahresende 2005 knapp 700 Mitglieder beim SVS zählen.

Damit das Sportgelände auch weiterhin in so gutem Zustand bleibt, sind natürlich immer wieder Reparatur- und Erneuerungsmaßnahmen erforderlich. So wurden im Jahr 2003 unter Leitung von Erwin Fleckenstein eine neue tolle Verkaufsbude zwischen den beiden Sportplätzen erstellt. Durch diese Verkaufsbude profitiert der Verein von dem Getränke- und Essensverkauf. Außerdem wurden die Dächer vom Wasserhäuschen und von der Gerätehalle neu eingedeckt.

Im Mai 2005 gastierte die Hans-Dorfner-Fußballschule in Steinfeld. 1 Woche lang waren über 50 Jungs und Mädchen mit Begeisterung dabei, ihr Können zu verbessern. Auch  Hans Dorfner, der einmal persönlich vorbei schaute, war von der Steinfelder Sportanlage völlig begeistert.
 

Am 31.10.06 gab es für die U-15 und U-17 Mannschaft einen Höhepunkt. Diese traten nämlich auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 München gegen die U-14 bzw. U-16 Mannschaft an. Anschließend besuchte man dann noch das Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem TSV 1860 München und Alemania Aachen in der neuen Münchner Allianzarena. Für über 100 Teilnehmer war dieser Tag ein tolles Erlebnis.

Höhepunkt im Jahr 2006 war neben vielen anderen Veranstaltungen, das 75jährige Vereinsjubiläum. Hierzu wurde am 22.4.06 ein Kommersabend mit ca. 280 Gästen in der neuen Turnhalle abgehalten. Diese war mit alten Bildern, Trikots und Plakaten festlich geschmückt und über 150 Mitglieder wurden für 25-, 40-, 50-, 60-Jahre und das einzig noch lebende Gründungsmitglied Oskar Scherg wurde für 75-Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Vom Donnerstag den 25.5. bis Montag den 29.5.2006 konnte dann das 75-jährige Jubiläumsfest im Festzelt am Sportgelände gefeiert werden. Mit dem Erwerb des DFB-Abzeichen für alle Alterklassen, einem Beatabend mit „crossfire“, einem AH-Turnier,  Nordic-Walking-Lauf und Partymusik mit „Jukebox“ im voll besetzten Festzelt, waren die ersten 3 Tage recht erfolgreich. Mit einem Gottesdienst, Turnvorführungen, Saisonabschlussspiel des SVS gegen Urspringen, anschließend Verlosung und Ausklang mit Musikkapelle Steinfeld war der Sonntag ebenfalls ein gelungener Tag. Am Montag war nach einem Mittagessen mit Haxen ein Seniorennachmittag angesagt und am Abend nach dem Fußballspiel SVS gegen Würzburger FV spielten zum Festausklang wieder einmal „Die Wiesenfelder“.

Obwohl es an allen Tagen relativ kalt und regnerisch war, konnte man mit dem Verlauf des Festes sehr zu frieden sein.
 

Der 20.5.2007 war eines der ereignisreichsten Tage des SVS in der Vereisgeschichte der letzten 25 Jahre. Denn die 1. Mannschaft erkämpfte sich mit einem 2:1 Sieg gegen den TSV Wiesenfeld, 2 Spieltage vor Saisonschluss, vorzeitig die Meisterschaft in der Kreisklasse 4 und stieg somit wieder in die Kreisliga (ehemalige A-Klasse) auf. Mit einem Autocorso ging es von Wiesenfeld durch Hausen nach Steinfeld ins Sportheim. Dort wurde dann bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Auch in den nächsten 4 Wochen, bis zur endgültigen Meisterschaftsfeier am 15.6.2007 im Sportheim, wurde dieser Erfolg gebührend gefeiert.

Aber nicht nur im Seniorenbereich tat sich recht viel, auch im Jugendbereich bewegte sich einiges, da zum ersten Mal eine große Spielergemeinschaft zwischen Steinfeld, Hausen, Waldzell und Wiesenfeld gegründet wurde. Ob es die eine oder andere Meisterschaft, Ausflugsfahrten zu Bundesligaspielen, Jugendturniere oder die 5 Tage „Hansi-Dorfner-Fußballschule“ auf dem Sportgelände war, hatte man vor allem dem sehr engagierten Jugendleiter Arnold Scheiner zu verdanken.


Am 26.5.2008 war der 1. Spatenstich für den Bau eines von ca. 1000 Minispielfeldern, die durch den DFB gefördert wurden. Durch viele Helferstunden der „Rentnerband“ und versch. Spenden umliegender Geschäftsleute, konnte der SVS in Kooperation mit der Gemeinde die Kosten relativ niedrig halten. Gleichzeitig wurde neben dem Minispielfeld das Pflastern des  großen Parkplatzes mit ca. 1500qm bewältigt. Auch hier stellte die Gemeinde Mittel zu Verfügung und mit vielen freiwilligen Helferstunden, konnte man dann die Einweihung beider Objekte am 14.9.2008, mit vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sport feiern.

Im September wird der SVS offizieller DFB-Stützpunkt für die Altersklassen U13– und U15-Junioren. Hier wird Training der Auswahlspieler aus dem Kreis Würzburg abgehalten.

Weiteres Highlight an diesem Jahr war die Verleihung der „Silbernen Raute“ für den SVS.  Diese höchste Auszeichnung durch den BFV erhalten nur Vereine, die in den Bereichen Jugendarbeit, Ehrenamt, Prävention und Breitensport längerfristig hervorragende Leistungen erbringen. Dieses durch Bezirksehrenamtsreferent Ludwig Bauer überreichte „Zertifikat“ bestätigt, dass der SV Steinfeld die Anforderungen eines modernen Vereins „mehr als erfüllt“.


2009:

Am 12.5.2009 wurde die JFG „Fränkische Platte MSP e.V.“ gegründet, eine Jugendfördergemeinschaft zwischen den Vereinen SVS, SV Hausen/Rohrbach, Spielv. WARO und dem TSV Wiesenfeld/Halsbach. Hier wurden bei ca. 50 anwesenden Mitgliedern der betroffenen Stammvereine ein 1. und 2. Vorstand, Schriftführer, Kassier und 4 Beisitzer von der Versammlung gewählt.

Rabenschwarzer Tag für den SVS am 30.5.09. Der Abstieg der 1. Mannschaft als Tabellenletzter in der Kreisliga war besiegelt.

Am 12.7.2009 wurde das 40.-jährige Vereinsjubiläum der Turnabteilung am Sportgelände gefeiert. Gestaltet wurde das Fest mit einem Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen, Kaffee und Kuchen am Nachmittag, Ehrungen verdienter Mitglieder und verschiedene Vorführungen der Turnabteilung.

Nico Scheiner war Doppelaufsteiger als Schiedsrichter des Jahres 2009. Innerhalb von 5 Monaten wurde er in die Bezirksliga und anschließend in die Bezirksoberliga berufen und war somit als 16 jähriger der jüngste Schiedsrichter Unterfrankens.


2010-2011:

Anschaffung eines neuen Rasenmähers, Umbau der Sportheimbar zum Mannschaftsraum und Anbau einer Garage an das Sportheim.

Zu Beginn des Jahres 2011 führte der SVS mit 680 zählenden Mitgliedern erstmalig Abteilungsbeiträge für Aktive im Verein.

2011 war das große Sportfest zum 80.jährigen Jubiläum des Vereins am Sportgelände angesagt.

Höhepunkt im Jahr 2011 war neben vielen anderen Veranstaltungen, das 80jährige Vereinsjubiläum, das an 4 Tagen vom 27.5.-30.5. gefeiert wurde.

Richtig los ging es mit dem Aufbau des Zeltes am Samstag 1 Woche vor Beginn des eigentlichen Festes. Dies verlief relativ reibungslos und erfreulich war, dass sich hierzu viele junge Helfer aus dem Verein engagierten und das Zelt bis 16.30 Uhr komplett stand. Weiter ging es dann mit dem Innenausbau von Montag bis Freitags am späten Nachmittag, sodass man pünktlich zum Beatabendbeginn fertig war.

Leider kam es hier zu Komplikationen, da einmal die Vorgruppe „One Day Remains“ und 1 Woche zuvor auch noch die Hauptgruppe „The Rubberneckers aus Österreich wegen Krankheit des Sängers kurzfristig absagte. Jedoch konnte man kurzer Hand „Crossfire“, die auch beim Fest 2006 spielte, noch für den Freitagabend engagieren. Der Beatabend war mit ca. 600 zahlenden Gästen relativ gut besucht und verlief auch ohne größere Komplikationen.

Nach dem AH-Kleinfeldturnier und Aktionstag Minispielfeld am Samstagnachmittag war anschließend dann der Große Stimmungsabend mit der Tanz und Showband „OHLALA“ aus München. Nach anfänglichem Bauchweh, als man die Gruppe verpflichtete, erwies sich dies jedoch als Knaller des Festes. Denn an diesem Abend konnte man ungefähr 1400 zahlende Gäste verbuchen. Bei großer Stimmung konnte man alleine an diesem Abend ca. 18 hl Bier ausschenken. Auch der Sonntag wurde sehr gut besucht und konnte dabei das Mittagessen mit weit über 200 Portionen an den Mann bringen. Am Montagabend war die Verpflichtung der U19-Bundesligamannschaft von Eintracht Frankfurt ebenfalls eine Topwahl, denn hier waren nahezu über 1000 Zuschauer angereist. Zum Ausklang spielte dann am Abend die Musikkapelle Steinfeld im vollbesetzten Zelt.


2012:

Eine neue Zeitrechnung für den SV Steinfeld begann mit der Ausgliederung der Fußballabteilung durch die Neugründung des FV Steinfeld/Hausen-Rohrbach 2012 eV.

Die von der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25.2.2012 mit 55 Ja-, 7-Neinstimmen und einer Enthaltung abgesegnet wurde. Dies war keine Vereinsauflösung, sondern nur eine Ausgliederung der kompletten Fußballabteilung inkl. der JFG. Beide Vereine bleiben eigenständig und selbstverantwortlich für ihr Inventar, wie Sportheim und Sportplätze usw. Die Vorstandschaft wurde paritätisch mit 12 Mitgliedern, einer Fusionsvereinbarung und einer neuer Satzung gebildet. Der neue Verein nennt sich FV Steinfeld/Hausen-Rohrbach 2012 und spielt mit den Vereinsfarben Schwarz/Weiß.

Die Begründung beider Vereine für einen Zusammenschluss war hierbei, die Zukunft des SVS soll durch eine Fusion abgesichert werden, um dem Nachwuchs eine Perspektive zu geben. Mittelfristig soll die Kreisliga angestrebt werden und den Zuschauern einen attraktiveren Fußball bieten.

Die Ausgliederung der Fußballabteilung bedeutete natürlich eine Aufwertung der Turnabteilung, die nun das sportliche Standbein des SV Steinfeld ist. Trotzdem läuft das Vereinsleben des SV Steinfeld unverändert weiter. Der Verein widmet sich nun die Förderung des Fußballs durch den FV Steinfeld/Hausen-Rohrbach den er ja auch weiterhin mitfinanziert. In der Vorstandschaft wurde Schriftführer Burkard Herrmann von Manuel Tobias abgelöst.

Im Jahr 2013 wurde ein gebrauchter Hangrasenmäher für die Pflege des großen Sportgeländes angeschafft. Die gute Seele des Vereins, Erwin Fleckenstein, ließ es sich nicht nehmen, trotz seines schon hohen Alters, alle Sitzbänke ums Sportgelände zu sanieren. Ein Kraftakt in diesem Jahr war die Sanierung der Duschen und der Toiletten im Sportheim. Am Jahresende wurde dann auch noch die Heizungsanlage ausgetauscht und durch eine moderne Gasheizung ersetzt. Auch wurde im Jahr 2013 eine neue Ehrenordnung eingeführt und bei einem Ehrungsabend wurden 136 langjährige Mitglieder geehrt. In Zukunft erfolgt die Ehrung dann jährlich in der Mitgliederversammlung.

Der neue Fußballverein hatte mit Startschwierigkeiten zu kämpfen und vermied mit dem 12. Tabellenplatz den Abstieg nur knapp.

Nach den großen Investitionen im Jahr 2013 waren im Jahr 2014 nur kleinere Instandhaltungsmaßnahmen am Sportgelände nötig und die Vereinskasse konnte so etwas geschont werden. In der Mitgliederversammlung trat der bisherige 2. Vorsitzende Willi Scheiner nach 12 Jahren nicht mehr zur Wahl an und mit Harald Gehrling als 2. Vorsitzenden kam neues Blut in die Vorstandschaft. Zusätzlich erfolgte mit der Neuwahl von Marcel Möhler als Schriftführer für Manuel Tobias ein weiterer Wechsel in der Vorstandschaft des Vereins. Sportlich steigerte sich der Fußballverein enorm und schrammte mit dem 3. Tabellenplatz nur knapp am Aufstieg vorbei.

Das Jahr 2015 hatte im Frühjahr dann wieder eine Überraschung bereit da die Beregnungsanlage der beiden Rasenplätze ausfiel was eine kostspielige Reparaturmaßnahme zur Folge hatte. Die Anlage lief erst nach 4 Wochen und mehreren Reparaturversuchen wieder. Glücklicherweise blieb man in diesem Jahr aber vor weiteren Überraschungen verschont. Die Fußballmannschaft schloss die Saison mit dem 5. Tabellenplatz ab und mit Alexander Kirsch kehrte, als neuer Trainer für Michael Huber, ein Mann zurück der mit dem SV Steinfeld 2007 schon einmal die Meisterschaft feiern konnte.

Das Jahr 2016 ist nun wieder geprägt von einem großen Jubiläumsfest. Der SV Steinfeld wird vom 26. – 30.5.2016 an 5 Tagen sein 85 jähriges Jubiläum feiern.


Die Vorsitzenden des SV Steinfeld:

Folgende Personen hatten seit der Gründung des SV Steinfeld bis heute das Amt des ersten Vorsitzenden inne:

1931 – 1933  Bernhard Nürnberger (Gründungsvorstand)

1933 – 1936  Felix Schuhmann

1946 Otto Greßer

1946 – 1947 Emil Väth

1947 – 1948  Engelbert Stamm

1949 Felix Amend

1950 – 1951 Josef Zinderer

1952 Albin Scheiner

1953 – 1955 Josef Zinderer

1956 – 1965 Franz Stamm (Ehrenvorsitzender)

1965 – 1971  Edgar Koser

1971 – 1972  Konrad Nürnberger

1972 – 1976  Alfred Loschert

1976 – 1979  Oskar Herrmann

1979 – 1991  Matthias Loschert (Ehrenvorsitzender)

1991 – 2002   Herbert Geier

ab 2002 Jürgen Gehrling

 

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